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Mieterstrom-Wirtschaftlichkeitsrechner

Schätzen Sie in Sekunden ab, welche Erlöse Ihre PV-Anlage erzielt und nach wie vielen Jahren sie sich amortisiert. Stellen Sie Anlagengröße, Batteriespeicher und Parteienzahl ein – voreingestellt sind ein Verkaufspreis von 23 ct/kWh und ein Speicher von 12 kWh. Die Berechnung über 25 Jahre unterstellt eine konservative Strompreissteigerung von 3 %/Jahr.

Ihre Angaben

Wohn- und/oder Gewerbeeinheiten im Gebäude.
Ein 2–3-Personen-Haushalt liegt typischerweise bei rund 2.500 kWh.
Wie viele der Parteien den Mieterstrom-Tarif nutzen. Die Teilnahme ist freiwillig – selten machen alle mit.
Faustregel: ca. 5 m² Dachfläche je kWp. Jahresertrag ≈ 1.050 kWh je kWp.
Ein Speicher erhöht den vor Ort verkauften Solaranteil – am stärksten, wenn er zur Anlagengröße passt. 0 = ohne Speicher.
Vorgabe: 23 ct/kWh — deutlich unter der gesetzlichen Obergrenze (max. 90 % der Grundversorgung).
EEG-Förderung für jede an Mieter gelieferte kWh (Stand 2026: rund 2,3–2,5 ct/kWh).
Vergütung für den ins Netz fließenden Überschuss. Vorgabe ist die von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Teileinspeisung (§ 48 EEG): 7,78 ct/kWh bis 10 kWp, 6,73 ct/kWh für 10–40 kWp (anteilige Mischvergütung; Inbetriebnahme Feb.–Juli 2026).
Schätzung inkl. Mengeneffekt: größere Anlagen kosten weniger pro kWp (0 % MwSt.), frei anpassbar. Beispiel: 30 kWp + 16,7 kWh ≈ 42.000 €.

Ertrag & Amortisation

PV-Jahresertrag0 kWh
davon an Mieter geliefert0 kWh
Netzeinspeisung (Überschuss)0 kWh
Eigenverbrauchsquote0 %
Solare Deckung der Teilnehmer0 %
Erlös Mieterstrom (Verkauf + Zuschlag)0 €
Erlös Einspeisung0 €
Gesamterlös pro Jahr0 €
Investition (geschätzt)0 €
Amortisation
Ertrag über 25 Jahre0 €

Überschlägige Modellrechnung auf Basis der angegebenen Werte (Ertrag, Eigenverbrauch, Förderung). Die Amortisation versteht sich vor laufenden Betriebs- und Abrechnungskosten sowie Steuereffekten und ersetzt keine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung.

So rechnet der Rechner

Der Rechner arbeitet in vier Schritten: Er bestimmt den Jahresertrag der Anlage, ermittelt daraus den vor Ort an die Mieter gelieferten Anteil, errechnet die jährlichen Erlöse und leitet daraus Amortisation und 25-Jahres-Ertrag ab. Hier ist jede einzelne Annahme offengelegt.

Schritt 1 – Jahresertrag der Anlage

PV-Jahresertrag = Anlagengröße (kWp) × 1.050 kWh

Angesetzt sind 1.050 kWh je kWp und Jahr – ein realistischer, eher vorsichtiger Wert für eine gut ausgerichtete Anlage in Süddeutschland (regional sind bis zu 1.160 kWh/kWp möglich).

Schritt 2 – Wie viel davon an die Mieter geliefert wird

Entscheidend ist der Anteil des Solarstroms, der direkt im Haus verbraucht wird (Eigenverbrauchsquote). Er ergibt sich aus zwei Größen:

  • Verhältnis Ertrag zu Bedarf: Eine kleine Anlage relativ zum Verbrauch wird fast vollständig direkt genutzt; je größer die Anlage im Vergleich zum Bedarf, desto mehr Überschuss entsteht und desto niedriger die Quote.
  • Speichergröße im Verhältnis zum Tagesbedarf: Ein Speicher hebt die Quote, aber mit abnehmendem Nutzen (die ersten Kilowattstunden bringen am meisten). Der Speicherbeitrag ist nach oben begrenzt.

Die Eigenverbrauchsquote ist insgesamt bei 88 % gedeckelt. Zusätzlich gilt eine Grenze für die solare Deckung des Bedarfs: Wegen der Winterlücke kann die PV den Jahresbedarf der Teilnehmer nie vollständig decken – die solare Deckung ist daher bei höchstens 75 % begrenzt (ohne Speicher entsprechend niedriger). Es bleibt also immer ein Reststrombezug aus dem Netz.

An Mieter geliefert = Jahresertrag × Eigenverbrauchsquote, höchstens aber 75 % des Teilnehmer-Bedarfs
Bedarf der Teilnehmer = teilnehmende Parteien × Verbrauch je Partei
Netzeinspeisung = Jahresertrag − an Mieter geliefert

Schritt 3 – Die jährlichen Erlöse

Erlös Mieterstrom = an Mieter geliefert × (Verkaufspreis + Mieterstromzuschlag)
Erlös Einspeisung = Netzeinspeisung × Einspeisevergütung
Gesamterlös (1. Jahr) = Erlös Mieterstrom + Erlös Einspeisung

Voreingestellt sind ein Verkaufspreis von 23 ct/kWh (gesetzlich erlaubt sind höchstens 90 % der Grundversorgung) und ein Mieterstromzuschlag von 2,5 ct/kWh. Die Einspeisevergütung ist mit der von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Teileinspeisung nach § 48 EEG vorbelegt (7,78 ct/kWh bis 10 kWp, 6,73 ct/kWh für 10–40 kWp; voreingestellt rund 7,0 ct/kWh als anteilige Mischvergütung). Verkaufspreis, Zuschlag und Einspeisevergütung sind frei anpassbar.

Schritt 4 – Strompreissteigerung, Amortisation & 25-Jahres-Ertrag

Der an die Mieter gelieferte Solarstrom wird über die Jahre wertvoller, weil der Verkaufspreis an die Grundversorgung gekoppelt ist und mit dem allgemeinen Strompreis steigt. Die Berechnung unterstellt dafür eine fest hinterlegte, bewusst konservative Strompreissteigerung von 3 %/Jahr – das liegt unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3–4 %. Mieterstromzuschlag und Einspeisevergütung bleiben dagegen fest.

Amortisation = das Jahr, in dem die aufsummierten (kumulierten) Erlöse die Investition erreichen
Ertrag über 25 Jahre = Summe aller Jahreserlöse über 25 Jahre, mit jährlich steigendem Verkaufspreis

Die Investitionskosten

Die Investition wird aus Anlagengröße und Speicher geschätzt und berücksichtigt den Mengeneffekt: Größere Anlagen kosten weniger pro kWp, weil sich feste Kosten (Gerüst, Planung, Anschluss) auf mehr Leistung verteilen.

Verwendete Kostenformel (netto, 0 % Umsatzsteuer):
PV-Anlage = 4.000 € + 927 € je kWp
Speicher = 1.500 € + 520 € je kWh
Daraus ergeben sich rund 1.330 €/kWp bei 10 kWp, 1.060 €/kWp bei 30 kWp und etwa 970 €/kWp bei 100 kWp.
Beispiel: 30 kWp + 16,7 kWh Speicher ≈ 42.000 €. Tragen Sie gern Ihr konkretes Angebot ein.

Wozu der Speicher?

Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom in die Abend- und Nachtstunden und hebt damit den Anteil, der teuer an die Mieter verkauft statt günstig ins Netz eingespeist wird. Dieser höhere Eigenverbrauch verbessert die Erlöse – wirkt aber nur, solange überhaupt Überschuss zum Speichern anfällt und der Speicher zur Anlagengröße passt. Deshalb ist im Rechner ein Speicher (Standardwert 12 kWh) voreingestellt, dessen Wirkung mit zunehmender Größe abnimmt.

Was bewusst nicht enthalten ist

Die Amortisation versteht sich vor laufenden Kosten und Steuereffekten. Nicht berücksichtigt sind insbesondere laufende Betriebs-, Mess- und Abrechnungskosten, eine mögliche leichte Leistungsabnahme der Module über die Jahre sowie steuerliche Effekte. Eine belastbare Berechnung berücksichtigt diese Punkte für Ihr Objekt – wie sich die Erlöse zusammensetzen, lesen Sie unter Geld verdienen mit Stromverkauf; die Kostenseite vertieft Was kostet Mieterstrom?

Alle Annahmen im Überblick

Spez. Jahresertrag
1.050 kWh je kWp (Süddeutschland, gute Ausrichtung).
Eigenverbrauchsquote
aus Ertrag/Bedarf + Speicher, gedeckelt bei 88 %.
Solare Deckung
max. 75 % des Bedarfs (Winterlücke), Rest bleibt Netzbezug.
PV-Kosten
4.000 € + 927 €/kWp (degressiv pro kWp).
Speicherkosten
1.500 € + 520 €/kWh.
Verkaufspreis
23 ct/kWh (max. 90 % der Grundversorgung), +2,5 ct Zuschlag.
Einspeisevergütung
Teileinspeisung nach § 48 EEG (Bundesnetzagentur): 7,78 ct bis 10 kWp, 6,73 ct für 10–40 kWp; Vorgabe ~7,0 ct/kWh.
Strompreissteigerung
fest 3 %/Jahr (konservativ) auf den Verkaufspreis; Betrachtung über 25 Jahre.

Aus der Schätzung eine belastbare Zahl machen

Wir berechnen die Wirtschaftlichkeit für Ihr konkretes Objekt – inklusive Investition, Förderung und Betriebskosten.

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