Mieterstrom-Wirtschaftlichkeitsrechner
Schätzen Sie in Sekunden ab, welche Erlöse Ihre PV-Anlage erzielt und nach wie vielen Jahren sie sich amortisiert. Stellen Sie Anlagengröße, Batteriespeicher und Parteienzahl ein – voreingestellt sind ein Verkaufspreis von 23 ct/kWh, ein Speicher von 12 kWh und 3 % Strompreissteigerung pro Jahr. Alle Werte sind anpassbar.
Ihre Angaben
Ertrag & Amortisation
Überschlägige Modellrechnung auf Basis der angegebenen Werte (Ertrag, Eigenverbrauch, Förderung). Die Amortisation versteht sich vor laufenden Betriebs- und Abrechnungskosten sowie Steuereffekten und ersetzt keine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung.
So rechnet der Rechner
Der Rechner arbeitet in vier Schritten: Er bestimmt den Jahresertrag der Anlage, ermittelt daraus den vor Ort an die Mieter gelieferten Anteil, errechnet die jährlichen Erlöse und leitet daraus Amortisation und 25-Jahres-Ertrag ab. Hier ist jede einzelne Annahme offengelegt.
Schritt 1 – Jahresertrag der Anlage
PV-Jahresertrag = Anlagengröße (kWp) × 1.050 kWh
Angesetzt sind 1.050 kWh je kWp und Jahr – ein realistischer, eher vorsichtiger Wert für eine gut ausgerichtete Anlage in Süddeutschland (regional sind bis zu 1.160 kWh/kWp möglich).
Schritt 2 – Wie viel davon an die Mieter geliefert wird
Entscheidend ist der Anteil des Solarstroms, der direkt im Haus verbraucht wird (Eigenverbrauchsquote). Er ergibt sich aus zwei Größen:
- Verhältnis Ertrag zu Bedarf: Eine kleine Anlage relativ zum Verbrauch wird fast vollständig direkt genutzt; je größer die Anlage im Vergleich zum Bedarf, desto mehr Überschuss entsteht und desto niedriger die Quote.
- Speichergröße im Verhältnis zum Tagesbedarf: Ein Speicher hebt die Quote, aber mit abnehmendem Nutzen (die ersten Kilowattstunden bringen am meisten). Der Speicherbeitrag ist nach oben begrenzt.
Die Eigenverbrauchsquote ist insgesamt bei 88 % gedeckelt. Zusätzlich gilt eine Grenze für die solare Deckung des Bedarfs: Wegen der Winterlücke kann die PV den Jahresbedarf der Teilnehmer nie vollständig decken – die solare Deckung ist daher bei höchstens 75 % begrenzt (ohne Speicher entsprechend niedriger). Es bleibt also immer ein Reststrombezug aus dem Netz.
An Mieter geliefert = Jahresertrag × Eigenverbrauchsquote, höchstens aber 75 % des Teilnehmer-Bedarfs
Bedarf der Teilnehmer = Anzahl Parteien × Teilnahmequote × Verbrauch je Partei
Netzeinspeisung = Jahresertrag − an Mieter geliefert
Schritt 3 – Die jährlichen Erlöse
Erlös Mieterstrom = an Mieter geliefert × (Verkaufspreis + Mieterstromzuschlag)
Erlös Einspeisung = Netzeinspeisung × Einspeisevergütung
Gesamterlös (1. Jahr) = Erlös Mieterstrom + Erlös Einspeisung
Voreingestellt sind ein Verkaufspreis von 23 ct/kWh (gesetzlich erlaubt sind höchstens 90 % der Grundversorgung), ein Mieterstromzuschlag von 2,5 ct/kWh und eine Einspeisevergütung von 8 ct/kWh – alle frei anpassbar.
Schritt 4 – Strompreissteigerung, Amortisation & 25-Jahres-Ertrag
Der an die Mieter gelieferte Solarstrom wird über die Jahre wertvoller, weil der Verkaufspreis an die Grundversorgung gekoppelt ist und mit dem allgemeinen Strompreis steigt – voreingestellt mit 3 %/Jahr (der langjährige Schnitt liegt bei rund 3–4 %). Mieterstromzuschlag und Einspeisevergütung bleiben dagegen fest.
Amortisation = das Jahr, in dem die aufsummierten (kumulierten) Erlöse die Investition erreichen
Ertrag über 25 Jahre = Summe aller Jahreserlöse über 25 Jahre, mit jährlich steigendem Verkaufspreis
Die Investitionskosten
Die Investition wird aus Anlagengröße und Speicher geschätzt und berücksichtigt den Mengeneffekt: Größere Anlagen kosten weniger pro kWp, weil sich feste Kosten (Gerüst, Planung, Anschluss) auf mehr Leistung verteilen.
Verwendete Kostenformel (netto, 0 % Umsatzsteuer):
PV-Anlage = 4.000 € + 927 € je kWp
Speicher = 1.500 € + 520 € je kWh
Daraus ergeben sich rund 1.330 €/kWp bei 10 kWp, 1.060 €/kWp bei 30 kWp und etwa 970 €/kWp bei 100 kWp.
Beispiel: 30 kWp + 16,7 kWh Speicher ≈ 42.000 €. Tragen Sie gern Ihr konkretes Angebot ein.
Wozu der Speicher?
Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom in die Abend- und Nachtstunden und hebt damit den Anteil, der teuer an die Mieter verkauft statt günstig ins Netz eingespeist wird. Dieser höhere Eigenverbrauch verbessert die Erlöse – wirkt aber nur, solange überhaupt Überschuss zum Speichern anfällt und der Speicher zur Anlagengröße passt. Deshalb ist im Rechner ein Speicher (Standardwert 12 kWh) voreingestellt, dessen Wirkung mit zunehmender Größe abnimmt.
Was bewusst nicht enthalten ist
Die Amortisation versteht sich vor laufenden Kosten und Steuereffekten. Nicht berücksichtigt sind insbesondere laufende Betriebs-, Mess- und Abrechnungskosten, eine mögliche leichte Leistungsabnahme der Module über die Jahre sowie steuerliche Effekte. Eine belastbare Berechnung berücksichtigt diese Punkte für Ihr Objekt – wie sich die Erlöse zusammensetzen, lesen Sie unter Geld verdienen mit Stromverkauf; die Kostenseite vertieft Was kostet Mieterstrom?
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